P

Photovoltaik
Unter Photovoltaik versteht man als Oberbegriff die Erzeugung von elektrischem Strom aus Sonnenlicht. Photovoltaische Anlagen bestehen im Wesentlichen aus dem Generator, also den zu Solarmodulen zusammengeschlossenen Solarzellen, sowie dem Wechselrichter, nämlich das elektronische Gerät, welches den Gleichstrom des Generators in den üblicherweise genutzten Wechselstrom umwandelt.

Polykristalline Solarzellen
Auch polykristalline Solarzellen bestehen im Wesentlichen aus Silizium, sie werden jedoch im Gegensatz zu den monokristallinen Zellen direkt aus einem Rohsiliziumblock geschnitten. Wegen der ungeordneten Kristallstruktur und der geringeren Reinheit des Materials erreichen diese Zellen mit Wirklungsgraden bis zu 16% gute, aber keine Spitzenwerte. Bisher besitzen diese Zellen das günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Solarzellen.

Primärenergieeinsatz
Auch für die Nutzung von regenerativen Energieformen müssen Anlagen errichtet werden, deren Herstellung Energie, die sogenannte Primärenergie, benötigt. Dieser Primärenergieeinsatz ist bisweilen erheblich. Teilweise wird dieser Wert bei Energiegewinnungsanlagen in Nutzungszeiten (s. Rücklaufzeit) angegeben. Man versteht darunter die Zeit, die eine Anlage benötigt, um die gleiche Energiemenge zu erwirtschaften, die für ihre Herstellung notwendig war. Diese Zeit liegt bei Windkraft und Solarthermie unter 1,5 Jahren. Bei der Photovoltaik ist dieser Wert nicht so einfach anzugeben, da die Herstellungsverfahren der Generatoren unterschiedlich aufwendig sind. So lag der Primärenergieeinsatz von monokristallinen Zellen vor einiger Zeit noch bei sechs Jahren und ist damit durchaus kritikwürdig. Moderne Dünnschichtzellen kommen dagegen bereits mit einem Primärenergieeinsatz von unter zwei Jahren aus, was angesichts der Lebensdauer solcher Zellen völlig akzeptabel wäre, denn der Primärenergieeinsatz fossiler Energiegewinnungsanlagen liegt bereits in ähnlichen Größenordnungen.